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Verfahrensangaben

Versorgungsvertrag Endoskopie IEZ

VO: VgV Vergabeart: Freiwillige Ex-ante-Transparenzbekanntmachung Status: Veröffentlicht

Adressen/Auftraggeber

Auftraggeber

Auftraggeber

Universitätsklinikum Heidelberg
08-A8120-40
Im Neuenheimer Feld 672
69120
Heidelberg
Deutschland
DE125
Geschäftsbereich Konzerneinkauf
vergabestelle.GB3@med.uni-heidelberg.de
+49 6221-560

Angaben zum Auftraggeber

Anstalten des öffentlichen Rechts auf Landesebene
Gesundheit

Gemeinsame Beschaffung

Beschaffungsdienstleister
Weitere Auskünfte
Rechtsbehelfsverfahren / Nachprüfungsverfahren

Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt

Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren

Vergabekammer Baden-Württemberg
08-A9866-40
beim Regierungspräsidium Karlsruhe, Durlacher Allee 100
76137
Karlsruhe
Deutschland
DE122
vergabekammer@rpk.bwl.de
+49 721926-8730
+49 721926-3985

Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren

Auftragsgegenstand

Klassifikation des Auftrags
Lieferungen

CPV-Codes

33168100-6
Umfang der Beschaffung

Kurze Beschreibung

Abschluss eines weiterführenden Versorgungsvertrages, welcher die Ausstattung des IEZ mit Endoskopen und zugehörigen Geräten, sowie die Durchführung des Service umfasst. Der Vertrag gewährleistet weiterhin die zuverlässige Versorgung und Wartung der notwendigen Medizintechnik im Bereich der Endoskopie, sodass ein kontinuierlicher und zuverlässiger Betrieb der endoskopischen Abteilung sichergestellt wird.

Beschreibung der Beschaffung (Art und Umfang der Dienstleistung bzw. Angabe der Bedürfnisse und Anforderungen)

Im Interdisziplinären Endoskopie Zentrum (IEZ) werden jährlich über 11.000 endoskopische Eingriffe durchgeführt. Diese Untersuchungen erfolgen in den sechs Räumen des Zentrums und mit drei mobilen Einheiten im Außeneinsatz auf den Intensivstationen, im OP oder den Notfalleingriffsräumen. Der aktuell geplante Gerätepark umfasst 18 Gastroskope (15 Altbestand), 10 Koloskope (7 Altbestand), 6 Duodenoskope (2 Altbestand), 9 Echoendoskope (5 Altbestand), 3 Bronchoskope und 1 Ballonenteroskop (Altbestand). Im Jahr 2025 wurden von den insgesamt 11400 Untersuchungen 1640 Eingriffe bei dringlicher Indikation oder Notfallsituation als Außeneinsätze durchgeführt. Bei diesen Einsätzen werden häufig auch mehrere Geräte benötigt. Die Kompatibilität von Prozessoren und Geräten zu jedem Zeitpunkt an jedem Ort erhöht die Flexibilität, sichert die zeitnahe Untersuchung und erhöht die Patientensicherheit. Darüber hinaus wird dadurch die Fehlerquote reduziert. Der flexible Einsatz der Geräte ist insbesondere wichtig, da der kalkulierte Gerätebestand am unteren Limit liegt, eine Verzögerung einer Untersuchung aufgrund fehlender Gerätekompatibilität wäre folglich mit einer Einschränkung der Patientensicherheit assoziiert.

Umfang der Auftragsvergabe

2.149.587,60
EUR

Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems

Laufzeit in Jahren
5
Erfüllungsort(e)

Erfüllungsort(e)

---
Im Neuenheimer Feld 672
69120
Heidelberg
Deutschland
DE125

Weitere Erfüllungsorte

Zuschlagskriterien

Zuschlagskriterien

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Weitere Informationen

Angaben zu Mitteln der europäischen Union

Angaben zu Optionen

Zusätzliche Angaben

Verfahren

Verfahrensart

Verfahrensart

Verhandlungsverfahren ohne Aufruf zum Wettbewerb

Begründung der Direktvergabe

Der Auftrag kann nur von einem bestimmten Wirtschaftsteilnehmer ausgeführt werden, da aus technischen Gründen kein Wettbewerb vorhanden ist

Prozessanpassung:
Eine Hinzunahme eines weiteren, oder die komplette Umstellung auf einen anderen Hersteller, schafft eine technisch/ablaufmäßige Schnittstelle und erfordert einen erheblichen Mehr-Aufwand mit Einarbeitung und Schulung der Mitarbeiter, Umstellung der Software, Validierung sämtlicher Prozesse. Alle an der Geräteaufbereitung beteiligten Mitarbeiter werden, nach Erlangen der Sachkunde und der Ersteinweisung, zweimal jährlich erneut geschult. Zusätzliche Schulungsmaßnahmen wären unvermeidlich.

Hygieneprozesse:
Bei der letzten Begehung und Prüfung des IEZ durch das Gesundheitsministerium 2017 war neben der Forderung eines kompletten Umbaus der Aufbereitungsräumlichkeiten eine weitere zwingende Vorgabe, den Einsatz- und Reinigungszyklus jedes einzelnen Endoskops elektronisch zu erfassen, so dass zu jedem Zeitpunkt die Aufbereitung vor, und nach dem Einsatz am Patienten, dokumentiert und nachvollziehbar ist. Aufgrund dieser Vorgabe wurden vier neue Aufbereitungsmaschinen installiert und auf das Dokumentationssystem "Endobase" von Olympus umgestellt, das neben der Untersuchungs- und Befunddokumentation, auch die vollumfängliche Aufbereitung- und Reinigungsdokumentation ermöglicht. Im Falle eines Anbieterwechsels wäre zu klären, inwieweit die automatisierte Geräteerkennung und die vollumfängliche Dokumentation des Aufbereitungsprozesses gewährleistet bleibt. Eine komplett neue Validierung wäre zwingend erforderlich. Die Anpassung der Anschlüsse und des Aufbereitungsprozesses wäre mit erheblichen Mehrkosten verbunden. Darüber hinaus ist der zusätzliche Schulungsaufwand aller Berufsgruppen, die mit der Software arbeiten müssen, zu berücksichtigen. Falls keine Kompatibilität gegeben wäre, müssten zwei parallele Systeme mit entsprechendem Aufwand installiert werden. Auch insoweit führt das Vorhalten und Durchführen zweier unterschiedlicher Prozesse zudem zu der Gefahr von Fehlern in der Umsetzung von Hygieneprozessen und damit zu Risiken für die für die Patientensicherheit überragend wesentlichen Hygiene.

Schnittstellen:
Sowohl die Befunddokumentation und -Erstellung, als auch die oben ausgeführte Dokumentation des Gerätereinigungszyklus, basiert auf dem EDV-System Endobase von Olympus. Dieses wurde mit großem Aufwand an des Klinikinformationssystem angedockt. Es handelt sich hierbei um drei HL7 Schnittstellen (Patientendaten, Leistungsanforderungen und Befundergebnisse), die jeweils etwa 50 definierte Datenfelder gemäß den entsprechenden HL7 Segmenten transportieren. Sämtliche Prozesse müssten bei einer fehlenden Kompatibilität der Prozessoren und der Endoskope mit einem weiteren Parallelsystem etabliert werden. Die für den existierenden Gerätepark von Olympus verwendeten Schnittstellen sind herstellerspezifisch entwickelt, und können nicht - jedenfalls nicht ohne wesentliche Anpassungen - für Geräte anderer Hersteller verwendet werden.

Nach Vorstehendem ergibt sich, dass der Mischbetrieb im IEZ mit Endoskopen in mehrerlei Hinsicht Risiken entstehen - mit unterschiedlicher Eintrittswahrscheinlichkeit -, die unmittelbar den sicheren Betrieb der Endoskope und damit die Sicherheit der Gesundheit der Patienten betreffen. Das UKHD hält es demgemäß für im Ergebnis zwingend, die mit einem Mischbetrieb im vorliegenden Fall einhergehenden Risiken für die Patientengesundheit auszuschließen und einen Mischbetrieb zu vermeiden.

Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)

Besondere Methoden und Instrumente im Vergabeverfahren

Angaben zur Rahmenvereinbarung

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Angaben zum dynamischen Beschaffungssystem

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Strategische Auftragsvergabe

Strategische Auftragsvergabe

Sonstiges / Weitere Angaben

Einlegung von Rechtsbehelfen

Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren

Zusätzliche Informationen

Ergebnis

Angaben zum Auftrag

Angaben zur Rahmenvereinbarung

EUR
EUR

Vertrag

Allgemeine Angaben

Allgemeine Angaben

OLY-2000001330-4010155
Versorgungsvertrag IEZ
Bezuschlagte Wirtschaftsteilnehmer

Name und Anschrift des Hauptauftragnehmers

Olympus Deutschland GmbH
DE 813648401
Großunternehmen
Wendenstraße 20
20097
Hamburg
Deutschland
DE600
customercare@olympus.de
Nein
Deutschland
Vergabe von Unteraufträgen

Vergabe von Unteraufträgen

Nein
Angaben zum Auftrag

Informationen zum Vertragsabschluss

14.03.2026

Angaben zum Wert des Auftrags

2.149.587,60
EUR

Angaben zum Angebot

Versorgungsvertrag IEZ